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Junge Forscher gefunden!

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Mission accomplished! 🙌

Die drei Mitglieder der Astrogruppe Lisa Niederbrunner, Vera Oberhauser und Dominik Moser sind von ihrem Trip zum Finale des Wettbewerbs "Junge Forscher gesucht!" am vergangenen Donnerstag und Freitag (19. und 20. April 2018) siegreich zurückgekehrt! Wie im letzten Beitrag in unserem Blog beschrieben, haben die drei dort ihr Projekt zum variablen Stern USNO-A2.0 0825-02657246 im Sternbild Einhorn vorgestellt. Die internationale Jury ließ sich von der Qualität und dem Umfang des Beitrags überzeugen und honorierte die geleistete Arbeit mit dem, ex aequo mit einem Projekt aus Graubünden zugesprochenen, 1. Platz und vergab einen Geldpreis in der Höhe von 2500 Euro.




Seitdem klar war, dass die drei Nachwuchsforscher im Finale des Wettbewerbs stehen, wurde eifrig an der Präsentation gefeilt. Englische Texte wurden ausformuliert, umformuliert, verworfen und wieder ganz neu formuliert, mögliche Fragen der Jury wurden geweissagt, aufgelistet und geklärt, Poster …

Finale!

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Die drei eifrigen Mitglieder der Astrogruppe Lisa Niederbrunner (4aR), Vera Oberhauser (3aR) und Dominik Moser (3dR) stehen im Finale des länderübergreifenden Wissenschaftswettbewerbs "Junge Forscher gesucht". Mit ihrer Arbeit zu einem von der Astronomiegruppe neu entdeckten, variablen Stern im Sternbild "Einhorn" gelang es den Dreien, die Südtiroler Jury zu überzeugen und somit als einer von zwölf Finalisten nach Innsbruck entsandt zu werden. Dort gilt es, am 19. und 20. April 2018 einen Stand zum Projekt aufzubauen und die eigene Arbeit in 30 Minuten auf Englisch vorzustellen und zu "verteidigen".  Als Prämie winken Geldpreise von bis zu 3.000 Euro.

Der Stern mit der zugegeben etwas sperrigen Bezeichnung USNO-A2.0 0825-02657246 ging der Astrogruppe vor etwa einem Jahr bei der Beobachtung des Exoplaneten Corot-18b als Beifang zufällig ins Netz und zeigte in der mehrstündigen Aufnahmeserie eine deutliche Helligkeitsvariation. In einer zweimonatigen Kampag…

Catch a star 2017

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Gut Ding braucht Weile, und bei besonders guten Dingen dauert diese Weile schon mal fast zehn Jahre! So lange hat die Astrogruppe für die Umsetzung ihres letzten Projekts gemessen! Und es zahlte sich aus, denn es brachte uns den 2. Platz beim internationalen Wettbewerb "Catch a Star" der European Association for Astronomy Education EAAE und der Europäischen Südsternwarte ESO ein. Aber der Reihe nach...

Auf meine subtile Anregung hin haben sich die beiden engagierten Zweitklässler und Astrogruppen-Neuzugänge Elina Hell Messner  (15) und Maximilian Komar (15) im vergangenen Herbst gleich an die Umsetzung ihres ersten Projekts gemacht: Der Bestimmung der Eigenbewegung des Doppelsterns 61 Cygni.


61 Cygni ist mit nur elf Lichtjahren Distanz eines der uns nächsten Sternensysteme. Es kann im Sommer und Herbst im Sterngewimmel der Milchstrasse im Sternbild Schwan gut beobachtet werden und ist mit etwa 5 mag bei dunklem Himmel sogar mit freiem Auge erkennbar. Aufgrund der großen Nähe …

ESO Astronomy Camp 2017

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von Lisa Niederbrunner Es klingt nach einem Traum: Eine Woche lang in den italienischen Alpen verbringen, inmitten einer verschneiten Winterlandschaft, welche einem Märchen entsprungen zu sein scheint, dort mit professionellen Astronomen zu Abend essen und die sternenklare Nächte nutzen, um das Universum zu beobachten. Dieser Traum wurde für mich und gleichaltrige Schüler Wirklichkeit!
Bereits zum fünften Mal fand heuer das ESO Astronomy Camp im italienischen Aostatal statt. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, neben Experimenten und Vorlesungen auch praktische Erfahrungen im Umgang mit Teleskopen zu sammeln. Bewerben konnte sich jeder zwischen 16 und 18 Jahren. Die einzige Voraussetzung: die Leidenschaft für Astronomie. Insgesamt trafen über 190 Bewerbungen aus 19 verschiedenen Ländern ein, von denen lediglich 54 ausgewählt wurden und ich hatte das Glück, mit dem italienischen Stipendium des INAF (Istituto nazionale di astrofisica) an dieser einzigartigen Woche teilzunehmen. Am…

Astrogruppe auf Achse

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Am Dienstag, den 16. Januar 2018 haben sich elf Mitglieder der Astrogruppe auf den Weg in die Provinzhauptstadt Bozen gemacht, um dort im Hause der Eurac das Wissenschaftskabarett "Das Universum ist eine Scheißgegend" zu genießen.

Der Astronom Dr. Florian Freistetter, der Molekularbiologe Prof. Dr. Helmut Jungwirth sowie der preisgekrönte Kabarettist Martin Puntigam informierten auf unterhaltsame Weise zwei Stunden lang über so wichtige Themen wie:

"Wie macht man Bier hochprozentiger?", "Warum sollte man den Ehering abstreifen, ehe man sich flüssigen Stickstoff über die Hand gießt?", "Wozu Pinguinexkremente sonst noch gut sind!" oder "Wie schafft man es, dass Erde und Mars ihre Plätze tauschen?".  
Lachhafte Lehren und lehrhafte Lacher waren garantiert! Im Anschluss an die zweistündige Show gab's noch eine Bierverkostung, wenn auch in homöpathischer Dosierungen, nur die mittels flüssigem Stickstoff gezauberte Salz-Schoko-Eiscreme war …

Spätschicht im Observatorium

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Die länger und länger werdenden Herbstnächte werden von unserer Astronomiegruppe in den meisten Fällen photometrisch genutzt. Die Photometrie, also die Messung der Lichtmenge von variablen Sternen oder Exoplanetentransits ist unser Steckenpferd, da kennen wir uns aus! Ist das Setup erst mal aufgebaut und angeworfen, arbeiten Montierung, Teleskop, Kamera und Rechner weitgehend einträchtig und eigenständig und unser Eingreifen ist im (leider allzu seltenen) Idealfall nur bei der Durchführung des Meridianflips nötig.

Läuft es weniger glatt, muss schon mal eine plötzlich abbrechende Verbindung zur CCD-Kamera  hastig geflickt werden (tritt vorzugsweise immer zum heikelsten Zeitpunkt der Lichtkurve auf) oder die Korrekturplatte der Teleskopoptik von Tau oder gar von Eis freigeföhnt werden. Unerfreulich unterhaltsam ist es auch, wenn alle Sterne klangheimlich aus dem Bild zu driften beginnen, weil in der Kälte bockig gewordene Kabel am Teleskop zerren oder, auch ein kurzweiliger Klassiker, d…

Nachthimmelshelligkeit an unserem Beobachtungsposten

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Im heurigen Schuljahr hat die Astrogruppe bis dato 16 Beobachtungen im Observatorium der Schule absolviert. Die meiste Beobachtungszeit wurde wieder in unser Langzeitprojekt "CY Aquarii" investiert und der Ertrag von 13 aufgezeichneten Maxima dieses variablen Sterns lässt sich sehen. Aber auch die Spektroskopie des Sterns VV Cephei kam dieses mal als beachtlicher Brocken dazu. Andere Ziele waren Uranus und seine Monde, der nahe Doppelstern 61 Cygni, die Zwergnova IP Pegasi und ein paar Asteroiden.

Seit dem Jahr 2012 muss unsere Gruppe ihre Beobachtungen glücklicherweise nicht mehr vom lichtverschmutzten Standort in der Schulzone aus machen, sondern hat abseits der Stadt auf 1600 m Meereshöhe ein ideales, weil finsteres Quartier gefunden. Die Helligkeit des Nachthimmels wird dort regelmäßig von uns mit einem sogenannten "Sky Quality Meter" (SQM) gemessen und protokolliert.

In den folgenden Diagrammen werden einige der heurigen Messreihen vorgestellt. Auf der x-Achse…